
Als „historische Entscheidung“ hat Vorsitzender Wolfgang Niehues den Beschluss der Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins Ahaus zur Umstrukturierung bezeichnet. Der Verein wird künftig unter dem Namen „Ahaus e. V. – Verein für Tourismus und Wirtschaft“ tätig sein und ab sofort die Wirtschaft aktiv einbinden.
Nach der Entscheidung durch die Versammlung in dieser Woche gibt es damit erstmals in der Stadt eine Plattform, auf der sich auch die Ahauser Wirtschaft in einer eigenen Verbandsstruktur wiederfindet. Die Mitglieder fassten den weitreichenden Beschluss einstimmig, mit dem sie nicht nur den Namen des Vereins nach fast vier Jahrzehnten umwandelten, sondern auch erhebliche Satzungsänderungen auf den Weg brachten.
„Das war eine historische Entscheidung“, stellte Wolfgang Niehues nun auch vor der Presse klar. „Denn damit ist es uns gelungen, die Wirtschaft unserer Stadt in unser Vereinsleben einzubinden und ihr die Möglichkeit zu geben, in einer Verbandsform gemeinsam Projekte zu realisieren, sich auszutauschen, gemeinsam und mit einer Stimme für Vorhaben zu sprechen“, so Niehues. Das habe es in dieser Form in Ahaus bislang noch nicht gegeben.
Niehues und seine Vorstandskollegen Hermann Kühlkamp (stellvertretender Vorsitzender) und Christoph Almering (Schriftführer) stellten die Änderungen nun der Öffentlichkeit vor. Demnach ergibt sich nun schon aus dem in der Satzung formulierten Vereinszweck eine neue Ausrichtung, denn dort heißt es fortan:
„Aufgabe des Vereins ist die Förderung des Tourismus und der Wirtschaft sowie die Imageförderung und Profilierung der Stadt Ahaus. Darüber hinaus fördert und initiiert der Verein örtliche Projekte des Tourismus und der Wirtschaft und setzt diese selbst oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen um.“
Der ehemalige Verkehrsverein bringt damit die beiden Bereiche Tourismus (einschließlich dem gastronomischen und dem Hotelgewerbe) und Wirtschaft zusammen, die ohnehin schon an sehr vielen Stellen Schnittmengen bilden. Niehues: „Man muss einmal sehen, dass die Förderung der weichen Standortfaktoren für unsere Unternehmen inzwischen lebenswichtig ist, diese Förderung aber ohne die Partner im Bereich Freizeit, Tourismus, Gastronomie kaum möglich ist. Und andererseits ist eine gesunde Wirtschaft unverzichtbar für das Gedeihen und damit die Attraktivität eines Standorts. Dadurch wird schon deutlich, wo sich beide Seiten gegenseitig unterstützen können.“
Ein weiteres Beispiel seien die Ahauser Industrietage, die alle fünf Jahre stattfinden, wie stellvertretender Vereinsvorsitzender Hermann Kühlkamp erklärt: „Dort treten ja sowohl die touristischen Anbieter als auch die klassischen Wirtschaftsunternehmen unserer Stadt gemeinsam auf, um für den Standort zu werben. Das Zusammenspiel ist also an vielen Stellen gefragt“, so Kühlkamp, der auch Verwaltungsvorstand der Stadt Ahaus ist.
In vielen Vorgesprächen hatte die Vereinsspitze gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Ahaus Marketing und Touristik, Sebastian Schürmann, und dem städtischen Wirtschaftsförderer Christoph Almering in den Unternehmen nach deren Bedürfnissen gefragt. „Dabei kam schon deutlich heraus, dass die Ahauser Unternehmen eine Vereins- oder Verbandsplattform wünschen, um ihre Positionen durch gemeinsame Auftritte zu stärken und sich besser zu bündeln“, so Almering. „Aber man wollte dazu nicht unbedingt einen neuen Verein gründen.“ Daher sei man auf die Idee gekommen, den Verkehrsverein sinnvoll auszubauen.
In den nächsten Wochen und Monaten will der Vorstand nun intensiv in der Ahauser Wirtschaft für ein Mitwirken im umgestalteten Verein werben. Almering: „Wir sind sicher, dass die Unternehmen schnell den Mehrwert und den Nutzen erkennen, den ihnen die Mitgliedschaft im Ahaus e. V. bringen wird. Und die ersten Unternehmen haben nach Bekanntwerden der Entscheidung ja auch schon spontan ihre Bereitschaft zum Beitritt erklärt.“
Die neuen Strukturen werden derweil auch in der Stadtverwaltung begrüßt. Bürgermeister Felix Büter: „Aus unserer Sicht ist es eine gute Entwicklung, dass sich die Wirtschaft in unserer Stadt nun in dieser Weise formiert. Als Antriebsfeder unseres Standorts braucht sie auch eine gemeinsame Stimme, die wahrgenommen wird, und die bekommt sie auf diese Weise.“
Hermann Kühlkamp war maßgeblich an der Umstrukturierung beteiligt. Er meint: „Der Verkehrsverein hat immer viel zur positiven Entwicklung unserer Stadt beigetragen. Viele Aufgaben wurden aber im Laufe der vergangenen Jahre auch an die Ahaus Marketing und Touristik GmbH überführt. Dass wir nun die Wirtschaft ins Boot holen konnten, um sie in die Gestaltung des gesamten Standorts einzubinden, ist ein ganz wichtiger Fortschritt für den Verein und für Ahaus.“
Im neuen „Ahaus e. V. – Verein für Tourismus und Wirtschaft“ wird es nun zwei entsprechende Ausschüsse geben. Diese sollen dann nicht nur ihre eigenen touristischen und wirtschaftlichen Themen erschließen, sondern auch Möglichkeiten des Zusammenspiels und neue Synergien erarbeiten. „Man kann die beiden Bereiche ja ohnehin nicht trennen“, so Niehues. „Der Tourismus ist ja auch in unserer Stadt längst eine eigene, eine starke Branche, gehört also unmittelbar zum Wirtschaftsleben unserer Stadt. Daher wird sich auch in der Arbeit der Ausschüsse schnell zeigen, dass es viele Schnittmengen gibt.“
Während der umstrukturierte Verein im touristischen Bereich auch künftig seine projektorientierte Arbeit fortsetzen wird, werden die Mitgliedsunternehmen aus der Wirtschaft konkret von verschiedenen Veranstaltungs- und Workshop-Angeboten profitieren (etwa zum Thema „Fachkräftesicherung“), sich zu Events (zum Beispiel Branchen-Treffs) zusammenschließen, sich aktiv in die Realisierung von Großveranstaltungen wie die Industrietage einbringen und in Fragen des Standortmarketings zusammenarbeiten. Auch wenn es darum geht, zu städtischen Entwicklungen Position zu beziehen, wird die Ahauser Wirtschaft künftig die Vereinsplattform als gemeinsames Sprachrohr nutzen können.
KONTAKT
Interessierte Unternehmen, die die Vorteile der neuen Plattform "Ahaus e. V. - Verein für Tourismus und Wirtschaft" nutzen und im Verein mitwirken möchten, können sich ab sofort an die Geschäftsstelle von Ahaus Marketing & Touristik wenden:
Telefon 0 25 61 / 44 44 44
Mail: info(at)ahaus.de
Im "alten Finanzamt" am Rathausplatz soll ein Kaufhaus entstehen. Das hat der Rat der Stadt Ahaus am Dienstagabend mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD bei insgesamt sechs Gegenstimmen entschieden. Der Rat beschloss, dass nun auf der Grundlage des Konzepts des Kaufhaus-Investors Berken das notwendige Bebauungsplanverfahren für das heutige "Rathaus II" eingeleitet werden soll.
Seit Monaten rangen zwei Konzepte um die Gunst von Bevölkerung und Politik, neben dem Berken-Konzept auch das des Düsseldorfer Investors ITG, das ein Einkaufszentrum mit den Textilmarken H&M, C&A sowie zwei Sortimentskaufhäusern vorsah. Die Entscheidung fiel nun zugunsten Berkens.
Wie die Münsterland Zeitung berichtet, sorgte eine kurzfristig eingebrachte neue Option Berkens für Gesprächsstoff und eine Sitzungsunterbrechung. Kaufhausbetreiber Hans-Georg Berken-Schirmeisen hatte diese Option am Tag vor der Sitzung in einem Brief an die Stadt Ahaus ins Spiel gebracht. "Demnach hätten Gespräche zwischen H&M und Berken gezeigt, dass H&M sich unabhängig vom ITG-Konzept auf jeden Fall in Ahaus ansiedeln wolle", berichtet die Münsterland Zeitung. "Gleichzeitig bietet Berken an, gemeinsam mit H&M den Standort Rathausplatz „zu einem Magneten für Ahaus zu machen“.
Diese Option sollte offenbar als Trumpf gegen das ITG-Konzept ausgespielt werden. Sie sorgte aber selbst bei Berken-Befürwortern für Irritationen", so das Blatt weiter.
Nach einer Sitzungsunterbrechung und Diskussionen fiel in der fortgesetzten Sitzung dann die Entscheidung für Berken.
Den vollständigen Bericht der Münsterland Zeitung finden Sie HIER IM INTERNET.
Vorbeugende Maßnahmen gegen die Eichenprozessionsspinner ergreift die Stadt Ahaus in diesen Tagen in sämtlichen Stadtteilen. Wie der zuständige Fachbereich Sicherheit und Ordnung mitteilt, soll damit die Ausbreitung der gesundheitsgefährdenden Larven eingedämmt werden.
„Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren auch in Ahaus immer weiter ausgebreitet“, erklärt Fachbereichsleiter Theo Witte. Die Gifthaare der Larven können beim Menschen heftige allergische Reaktionen hervorrufen. „Daher hat die Stadt Ahaus jetzt zwei Spezialfirmen beauftragt, Eichen im Hochdruckverfahren mit einem biologischen Insektizid zu besprühen“, so Witte. Dieses für den Menschen ungefährliche Gift solle die Raupen abtöten, bevor diese die gefährlichen Gifthaare entwickelten.
Da durch diese Vorbeugungsmaßnahmen die Ausbreitung der Schädlinge nicht vollständig verhindert werden kann, will die Stadt in den Sommermonaten die befallenen Eichen wieder von den neuen Nestern befreien lassen. „Diese werden in der Regel dann von Spezialfirmen abgesaugt“, sagt Theo Witte.
Hinweise auf möglichen Befall werden im Fachbereich Sicherheit und Ordnung entgegengenommen. Telefon: 02561/72-255.
„ZoomNow – Der AhausFilmpreis“ ist der neue Wettbewerb, an dem sich ab sofort alle Hobby- und Profifilmer beteiligen können. Unter der Federführung der Ahaus Marketing & Touristik GmbH (AMT) wird dabei in dieser Form erstmals nur in und für Ahaus ein eigener Film-Wettbewerb an den Start gebracht.
„Noch nie zuvor hatten Menschen so viele Möglichkeiten, selbst Filme zu produzieren“, sagt AMT-Geschäftsführer Sebastian Schürmann. „Früher hat man die Videokamera nur im Urlaub oder beim Familienfest ausgepackt, heute filmt Jung und Alt bei allen möglichen Gelegenheiten, und viele sind auch bereit, ihre kleinen Filmkunstwerke zu zeigen.“ Anlass genug für das AMT-Team, diesem Trend auch einen Wettbewerb zu widmen. Schürmann: „Für uns als AMT ist es dabei wichtig, dass die eingereichten Filmbeiträge einen Bezug zu Ahaus haben und unsere Stadt möglichst positiv erscheinen lassen. Und wenn die Filme richtig gut sind, sind sie vielleicht sogar ein Gewinn für unsere Stadt und deren Image.“ Preise wird es in fünf verschiedenen Kategorien geben: „Natur und Tourismus“, „Sport und Freizeit“, „Musik und Events“, „Wirtschaft, Bildung, Soziales“ und „Fiktion“. Dabei entscheiden allein die Teilnehmer, in welchem Stil sie ihren Wettbewerbsbeitrag: ein Werbespot oder ein Imagefilm ist ebenso möglich wie ein „Mini-Spielfilm“ oder ein Kurz-Krimi.
Der AMT-Geschäftsführer räumt ein, dass man mit diesem Projekt durchaus „ein Experiment“ wage: „Wir wissen noch nicht, wohin die Reise geht, wie viele Beiträge eingereicht werden, ob wir überhaupt in allen Kategorien Einsendungen bekommen. Wir lassen das Ganze einfach mal auf uns zukommen und schauen, was passiert.“ Schürmann macht deutlich, dass Interessierte keine Scheu haben sollten: „Das ist ja keine Berlinale hier. Wir möchten einfach Menschen, die gern filmen, eine Plattform geben, ihre Kreativität auszuleben und sie auch einmal zeigen zu können. Mein Tipp: einfach loslegen und mitmachen.“
Geplant ist, dass die Beiträge auch öffentlich gezeigt werden. Ob es alle eingereichten Filme in die Veröffentlichung auf einer AMT-Plattform schaffen, lässt Schürmann noch offen: „Das hängt natürlich auch von der Zahl der Filme ab.“ Je nach Verlauf des Wettbewerbs zieht der AMT-Chef aber in Erwägung, die prämierten Filme in einem kleinen Festival öffentlich aufzuführen. „Da ist gerade etwas in Planung, aber noch nicht spruchreif.“ Wenn der Wettbewerb gut ankommt, soll er jedenfalls zu einer festen Einrichtung in der Stadt werden.
Der Wettbewerb im Überblick:
1.) Der „ZoomNow“ wird in fünf Kategorien vergeben:
• Natur und Tourismus
• Sport und Freizeit
• Musik und Events
• Wirtschaft, Bildung, Soziales
• Fiktion (z. B. Kurz-Spielfilm, Kurz-Krimi, Komödie o. Ä.)
2.) Vorgaben
• In die Bewertung kommen ausschließlich Kurzfilme. Die maximale Länge sollte 10 Minuten betragen, optimal sind Kurzfilme mit einer Länge zwischen 60 und 180 Sekunden. Die Länge hängt allerdings vielfach vom Inhalt bzw. von der Kategorie ab (Filmbeiträge in der Kategorie „Fiktion“ sind zum Beispiel in der Regel länger als Kurzbeiträge in Spot-Form, etwas aus der Kategorie „Musik und Events“).
• Der Film muss einen Bezug zu Ahaus oder Ahaus und Umgebung haben. Dabei sollte Ahaus mit einem möglichst positiven Image erscheinen.
• Inhaltlich gibt es keine weiteren Vorgaben: Die Filme können witzig oder spannend, unterhaltsam oder nachdenklich sein, sie können als Spot oder „Mini-Spielfilm“, als Imagefilm oder als Trailer gestaltet sein.
3.) Teilnahmebedingungen
• Teilnahmeberechtigt ist jedermann, ob Amateur-, Hobby- oder Profifilmer, ob als „Einzelkämpfer“ oder in der Gruppe (zum Beispiel Film-AGs). Ebenso wichtig wie die filmische Qualität ist auch die Kreativität, sodass auch Amateure mit einer relativ einfachen Ausstattung gleiche Chancen haben.
• Die Filme müssen bei Youtube hochgeladen werden. Nur in begründeten Ausnahmefällen ist die Einreichung auf einem Datenträger (zum Beispiel DVD) gestattet.
• Seine Teilnahme meldet man mit einer E-Mail an marketing@ahaus.de an. In dieser Mail enthalten sind Name und Kontaktdaten des Teilnehmers, eine Kurz-Info zum Film-Inhalt, Link zum Film auf Youtube sowie die Erklärung, dass der Teilnehmer die Teilnahmebedingungen voll und ganz akzeptiert.
• Einsendeschluss: 1. Oktober 2012 . Die Gewinner werden im Rahmen einer Pressekonferenz Mitte Oktober bekanntgegeben.
• Jury: Eine Jury bewertet die eingereichten Beiträge und ermittelt die Preisträger.
• Preise: Der Gewinner jeder Kategorie erhält einen Ahaus-Gutschein im Wert von 50 Euro.
• Publikations-, Verwertungs- und Urheberrecht: Der Wettbewerbsteilnehmer überträgt dem Veranstalter (Ahaus Marketing & Touristik GmbH, AMT) mit der Einreichung des Beitrages das nicht exklusive, zeitlich, örtlich und räumlich unbeschränkte Recht, die hochgeladenen Filme honorarfrei auf den Plattformen und auf Veranstaltungen öffentlich und ohne Einschränkung abzuspielen. Das Recht, das Filmmaterial über Internetseiten von Partnern (auch als eingebettete Dateien) als Ganzes oder auch in Teilen sowie zu Werbezwecken von AMT in beliebiger Form und in allen Medien und Kanälen zu nutzen, ist mit eingeräumt.
Weitere Teilnahmebedingungen, insbesondere rechtliche Fragen, sind bei uns im Internet hinterlegt und müssen mit der Einreichung des Links akzeptiert werden: bitte hier klicken!
Einen Antrittsbesuch hat der neue Bürgermeister von Haaksbergen, Drs. J.C. (Hans) Gerritsen, jetzt der Partnerstadt Ahaus abgestattet. Sein Ahauser Amtskollege Felix Büter begrüßte ihn jetzt im Rathaus. Dabei bekräftigte Büter nochmals, was er schon zum Amtsantritts Gerritsens im Januar in Haaksbergen gesagt hatte: dass die Freundschaft zwischen den beiden Städten
"weiter und in bewährter Wiese ausgebaut" werden solle. Hierauf legte auch der neue Bürgermeister aus Haaksbergen großen Wert. Im nächsten Jahr feiern beide Partnerstädte die 25-jährige Partnerschaft.
Der promovierte Soziologe Gerritsen hatte Anfang des Jahres die Nachfolge von Pieter van Veen angetreten, der das Amt nach dem Abschied von Karel Loohuis kommissarisch bekleidet hatte.
HINTERGRUND
Bürgermeister Drs. J.C. (Hans) Gerritsen
Hans Gerritsen studierte Soziologie an der Universität Groningen (mit Schwerpunkt historische und philosophische Soziologie, Medizinische Soziologie und Wirtschaftswissenschaften). Er promovierte im Jahr 1993 mit dem Thema „Betreuung älterer Menschen“. Im Anschluss arbeitete er in einem privaten Unternehmen, einer Beratungsfirma in Senioren- und Gesundheitswesen. Seit den neunziger Jahren engagiert sich Hans Gerritsen in der PvdA (Arbeiterpartei) und wurde 1999 als ihr Fraktionssprecher Mitglied in der Provinzregierung von Groningen.
Alkohol oder Zigaretten, harte Drogen oder die Sehnsucht nach einem überschlanken Spiegelbild: Ganz unterschiedliche Süchte können das Leben bestimmen. Wie es Betroffenen damit ergeht und wie vorgebeugt werden kann, darum dreht sich alles während der Aktionstage zum Thema „Sucht hat immer eine Geschichte“, die der Kreis Borken und die Stadt Ahaus gemeinsam mit dem Caritasverband Ahaus und dem Kreuzbund planen. Vom 20. bis 27. September wird es in Ahaus, Heek, Legden, Schöppingen, Stadtlohn und Vreden zahlreiche Veranstaltungen geben. Die Schirmherrschaft haben Landrat Dr. Kai Zwicker und der Ahauser Bürgermeister Felix Büter übernommen.
„An dem Thema wird man in Ahaus und Umgebung nicht vorbeikommen“, ist Christel Sondermann aus der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises überzeugt. Alle drei Jahre veranstaltet die Fachstelle, die im Fachbereich Gesundheit angesiedelt ist, mit Partnern aus der Region Aktionstage zum Thema Sucht. Nach Borken im Jahr 2009 ist nun Ahaus an der Reihe. Als Veranstalter mit im Boot sitzen der Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus und der Fachbereich Jugend und Familie des Kreises, die Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus und Vreden und der Kreuzbund.
Erste Treffen mit möglichen weiteren Partnern haben bereits stattgefunden. Vereine und Verbände, Selbsthilfegruppen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser und viele mehr haben aber noch weiter die Möglichkeit, sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen. „Ganz nebenbei fördern die Vorbereitungen natürlich auch die Kontakte zwischen den Partnern, die während der Aktionstage zusammenarbeiten“, erklärt Birgit Gausling vom Fachbereich Jugend der Stadt Ahaus.
Im Jahr 2009 in Borken standen Vorträge und Diskussionen, Lesungen, Fortbildungen für Lehrer und Übungsleiter sowie Sportveranstaltungen auf dem Programm. „Der Fantasie sind auch in diesem Jahr kaum Grenzen gesetzt. Wir sind gespannt, welche Ideen sich entwickeln“, betont Werner Rasch aus der Fachstelle für Suchtvorbeugung. Eines ist aber schon jetzt sicher: Vor allem das Thema „Alkohol“ und die Probleme von Kindern, deren Eltern suchtkrank sind, werden im Zentrum stehen. „Für Betroffene gibt es viele Angebote, aber die Kinder kommen häufig zu kurz“, so Rasch. Der Kreis wird unter anderem mit seiner Kampagne „Vollrausch ... ohne mich!“ vertreten sein. Fest steht auch schon, dass der Weimarer Kulturexpress mit seinem Stück „Alkohol“ zu Gast sein wird und die Produktion „Alkohölle“ vom Theaterspiel Witten zu sehen sein wird.
INFO
Das genaue Programm wollen die Veranstalter bis zu den Sommerferien festzurren. Wer gute Ideen hat und sich beteiligen möchte, meldet sich an bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises, bei Werner Rasch, Telefon 02861/82-1086, und Christel Sondermann, Telefon 02861/ 82-1088, oder bei Birgit Gausling von der Stadt Ahaus, Telefon 02561/72357. Hier gibt es auch weitere Informationen zu den Aktionstagen.
Im Monat Mai 2012 wird der Roman "Nachricht von dir" von Guillaumee Musso empfohlen. Das zweite Buch "Kiteboarden" stellt die Wassersportart "Kiten" vor und zeigt Tipps für Anfänger.
Zu den Buchempfehlungen:
http://www.ahaus.de/stadtbuecherei_tippdesmonats.html
Der Ausbau an U3-Betreuungsplätzen in Ahaus schreitet voran. Im Familienzentrum „Villa Kunterbunt“ laufen gerade die Erweiterungsarbeiten für den Anbau, in dem ein Gruppenraum, zwei Schlafräume und ein Raum für die Übermittagsbetreuung Platz finden. 10 U3-Kinder werden hier künftig betreut. Auch die sanitären Einrichtungen werden in diesem Zuge angepasst.
Der Rohbau steht inzwischen komplett, auch die Fußbodenheizung ist inzwischen installiert. „Wir sind voll im Zeitplan“, freut sich Susanne van Dyk, Leiterin der „Villa Kunterbunt“, dass alles reibungslos läuft. Noch vor den Sommerferien sollen die neuen Räumlichkeiten bezugsfertig sein.
Während der seit Jahresbeginn laufenden Bauarbeiten musste der Kindergarten zwar zwischenzeitlich auf einen Großteil der Außenspielflächen verzichten, da dort Baustellenverkehr in den hinteren Teil des Kindergartens lief. „Aber die Betreuung der Kinder war in keiner Weise beeinträchtigt“, so Susanne van Dyk. „Die laufenden Absprachen zwischen uns, der Bauleitung und den Handwerkern liefen immer sehr gut.“ Für die Kinder selbst war die Baustelle vielmehr eine neue, spannende Erfahrung mit vielen interessanten Eindrücken.
Mehr als 50 Musiker aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen am Wochenende zum Casting der Musikschule nach Ahaus. Sie alle hatten ein Ziel: Sie wollten sich für die Teilnahme an dem großen Big-Band-Workshop der Musikschule im September „qualifizieren“.
Die Teilnehmer, die von Trompetern aus den Blaskapellen der Umgebung bis hin zum mehrmaligen Preisträger bei „Jugend Musiziert“ aus Bonn reichten, mussten sich dazu einer kompetenten Jury mit namhaften Musikern aus der Region stellen. Und diese hatten kein leichtes Spiel, wie Musikschul-Leiter und Jury-Mitglied Alfred Zamhöfer nach dem Casting befand: „Gerade im Saxophon- und Trompeten-Bereich hatten wir ein sehr hohes Niveau, sodass die Auswahl wirklich schwer fiel.“
Dennoch beriefen die Jurymitglieder am Ende 35 Musiker in den „Workshop-Kader“. Daraus werden nun Big Bands mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zusammengestellt. Im September geht es weiter: Dann werden vier Musiker der WDR Big Band – eine der besten Bands der Welt – den Workshop leiten. Abschließender Höhepunkt wird das Konzert am Sonntag, 16. September, ab 19 Uhr, in der Landesmusikakademie in Heek sein.
Einen echten Volksauflauf haben der Gewerbetag Wüllen und der Stadtwerke Energietag am vergangenen Wochenende ausgelöst. Zu Fuß oder mit dem Rad schoben sich die Menschen durch die Straßen, um einen Blick hinter die Werkstore der rund 30 Unternehmen zu erhaschen oder eines der vielen attraktiven Angebote im Rahmenprogramm zu genießen. Auch ein kurzer Regenschauer zwischendurch hielt die rund 7.500 Besucher nicht davon ab, Zeuge zu werden, wie schlagkräftig die Wüllener Wirtschaft inzwischen ist. Das Thema "mobile Energie" bildete am anderen Ende des Dorfes einen Programmschwerpunkt: Dort hatten die Stadtwerke mit einem umfassenden Informations- und Unterhaltungsprogramm ihre Tore geöffnet.
Am Freitag war der Gewerbetag Wüllen mit einem Unternehmerabend eröffnet worden. Augenzwinkernd erinnerte Peter Mensing vom ausrichtenden Gewerbeverein Wüllen daran, wie sehr nicht nur in Wüllen, sondern gleich bundesweit die Wirtschaft im Anschluss an die letzten Gewerbetage in Wüllen im Jahr 2006 erblüht sei. In einer vom städtischen Wirtschaftsförderer Christoph Almering moderierten Talkrunde wies Bürgermeister Felix Büter darauf hin, wie wichtig für einen vielseitigen Standort wie Ahaus der Zusammenhalt der gesamten Wirtschaft sei. Außerdem sei es vonnöten, dass die heimischen Unternehmen noch vehementer ihre Stärken nach draußen kommunizierten. Eine Gewerbeschau wie in Wüllen sei dazu ein ideales Instrument.
Andreas Banger aus dem Vorstand der Volksbank Gronau-Ahaus - neben der Sparkasse Westmünsterland und den Stadtwerken Ahaus Sponsor des Wüllener Wirtschafts-Events - betonte, dass sein Haus mit dem Engagement für diese Veranstaltung auch die Verbundenheit zur örtlichen Wirtschaft deutlich machen wolle.
Aus der Wüllener Unternehmerschaft stand Hubert Rewer, Inhaber und Geschäftsführer der Rewer Dach Komplett GmbH, auf der Bühne. Für sein vor drei Jahren gegründetes Unternehmen sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, am Gewerbetag teilzunehmen. Auch die Mitarbeiter sähen den Einsatz am Sonntag nicht als Zusatzbelastung, sondern seien hochmotiviert.
Bei den Stadtwerken hieß es am Sonntag dann "sehen.erleben.bewegen.". Auf seinem betriebseigenen Gelände zeigte der heimischen Energieversorger den Besuchern vor allem die Fortschritte der Elektromobilität und bei der Eigenerzeugung von Energie. Auch die eigenen Zukunftsgedanken zur verantwortungsvollen Energienutzung wurden vorgestellt und stießen auf großes Interesse der Besucher am Hohen Weg.